Letzte Nacht habe ich mich mal wieder mit meinem kleinen Skylux in den Garten verkrümmelt und wollte mal wieder auf den Mond reisen, der sehr schön in dunklem Gelb knapp über dem Horizont stand. Leider hatte sich das erledigt, bis ich alles aufgebaut hatte. So, und was nun? Ein Stern erregte meine Aufmerksamkeit und meinem Gedächtnis nach zu urteilen, hätte es Saturn sein können. Ich bin nur nicht dazu gekommen, das nachzuprüfen, da ich den Gedanken über einen anderen recht schnell vergaß. Ich habe erst einige interessante Artikel über planetarische Nebel gelesen und dachte mir, suche doch einfach mal das Sternbild Leier nach dem Ringnebel ab. Dieser soll angeblich auch für kleinere Teleskope sichtbar sein und tatsächlich, bei 33facher Vergrößerung war schon ein kleines nebliges Scheibchen im Refraktor zu erkennen, dass sich deutlich zum Hintergrund und den umgebenden Sternen abhog.

Das Bild habe ich von Markus Braun und Arthur Weber "gemopst", da es, wenn auch etwas detailreicher, ganz gut den Anblick von gestern spiegelt.
Bei einer Vergrößerung um ca. 100x empfand ich es als sehr anstrengend, den Nebel noch warzunehmen, konnte aber in ein paar lichten Momenten sogar eine leichte Abdunklung im Zentrum des Nebels ausmachen. Zumindest bilde ich mir ein, ich hätte die Abdunklung gesehen, genau kann ich das nicht sagen, da ein 70/700 Refraktor einfach nicht das richtige Instrument ist, um detailreiche Bilder von planetarischen Nebeln zu bekommen. Aber man sieht ja auch gerne, was man sehen will;)
Das oben gezeigte Bild von Markus Braun und Arthur Weber zeigt in etwa den Eindruck, den ich gestern vom Ringnebel M57 hatte, auch wenn ich ihn natürlich nicht so gut aufgelöst bekommen habe.