Archive for the astronomie Category

Okular-Koffer mit Filter-Set

Posted in astronomie with tags , , on November 23, 2010 by Marco Weser

Was ich hier ja noch garnicht breitgetreten habe, ist  die Tatsache, dass ich mir vor ein paar Wochen einen Koffer mit ein paar wundervollen Okularen von TS gegönnt habe. Sicher, es gibt deutlich besseres Material, aber für die brutale Regelmäßigkeit und das Budget, worunter mein Hobby nunmal zu leiden hat, sind die Okulare echt brauchbar.

Im Koffer drin sind: 1x 32mm, 1x15mm Weitwinkel, 1x 9mm und 1x 6mm. Dazu kommt eine 2x Barlowlinse und 5 Filter mit den Farben Gelb, dunkelgelb, blau, grün rot und grau. Richtig, das sind 6!

Nachdem ich erst mal überlegen musste, wann und wofür man die Filter einsetzt, habe ich mir zum Üben erst mal eine schöne Übersicht über den Jupiter gegönnt. Ich fand es schon erstaunlich, wie viele Details man doch mit so einem Filter hervorkitzeln kann und sobald ich mal wieder die Zeit dazu habe, werde ich die gemachten Skizzen hier mal einfügen und mich auch mal wieder an die Fotografiererei trauen. Ich bin gespannt, welche Schwierigkeiten auf mich zukommen werden, wenn ich versuche, Bilder durch verschiedene Filter (rot, blau, grün???) übereinander zu addieren. Wenn hier mal jemand drüber stolpert und vll. nen Tip über hat, wäre ich schonmal sehr dankbar;)

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Albireo und der Herkuleshaufen M 13

Posted in astronomie with tags , , , on Juli 14, 2010 by Marco Weser

Letzte Nacht habe ich mir mal wieder den Luxus gegönnt und mich mit meinem 8″ Newton auf dem Balkon postiert.

Da die Unwettermeldungen mal wieder für die Füße waren, dachte ich mir, dann machen wir was sinnvolles draus und musste erkennen, wieviel man doch verlernt, wenn man nicht regelmäßig am Teleskop sitzt und trainiert.

Aber die Mühe hat sich mal wieder gelohnt. Zu Beginn stattete ich noch wärend der späten Dämmerung Albireo (Beta Cygni) einen Besuch ab. Albireo ist als ein sehr schöner Doppelstern, der sich bereits im Feldstecher oder im Sucher trennen lässt, immer ein lohnendes Ziel, vor allem, wenn man die schöne Farbgebung betrachtet, die sich von dem seichten Blau seines Begleiters Beta 2 Cygni und dem Gelb, das der Hauptstern selbst ausstrahlt.

Als es dunkler wurde, zeigte sich Albireo eingebettet in ein schönes Sternenfeld, dass leider auf der Skizze nicht vollständig abgebildet ist. Die meisten Sterne waren aufgrund der Dämmerung noch nicht klar sichtbar und haben somit nicht auf die Skizze gefunden.

Bei der weiteren Durchmusterung des Himmels wurde meine Aufmerksamkeit auf das Sternbild Herkules gelenkt und da war doch auch was???

Mit etwas Geduld und einigen Minuten der Suche wurden die Mühe und die Nackenschmerzen, die ich mir aufgrund der hohen Stellung nahe des Zenits eingefangen habe, mit einem Blick auf einen wunderschönen Kugelsternhaufen belohnt.

M 13, der Herkuleshaufen, erschien zuerst als kleiner Nebelfleck im Sucher und dann gut aufgelöst im Okular. Hier machte sich der Mangel an Training bemerkbar. Ich konnte anfangs nicht sagen, ob sich der Kugelsternhaufen auflösen lässt, oder ob er sogar im 8″ Newton nur als Nebelscheibe sichtbar bleibt. Nach einigen Minuten des indirekten Sehens und langsamen Steigern der Vergrößerung wurden aber mehr und mehr Sterne deutlich abgrenzbar und es entfaltete sich ein wunderschönes Bild vom M 13.

Der Versuch einer Skizze erwies sich als sehr anstrengend und kompliziert. M 13 war in diesem Fall der erste Kugelsternhaufen, den ich versuchte zu skizzieren und ich denke, das sieht man;)

Zwischen nebligem Erscheinen und der vielzahl an Sternen, die sich zum Zentrum hin verdichtet, wusste ich zuerst garnicht, wo ich anfangen sollte und begann einfach damit, markante Konstellationen, die mir ins Auge gesprungen sind, festzuhalten.

Einige Sterne tauchten auf, andere verschwanden wieder und machten mir das Ganze nicht gerade einfacher, auch das indirekte Sehen half mir ohne die nötige Routine nicht viel weiter, aber es kann ja nur besser werden!

Beim weiteren Spaziergang über den Nachthimmel stolperte ich förmlich über M 12, eine ebenfalls sehr eindrucksvollen Sternhaufen im Sternbild Schlangenträger.

Leider hatte ich aber alle Konzentration schon auf das Zeichnen und erkennen von M 13 verschossen und bei M 12 reichte es bei mir nurnoch, um sich für ca. eine Zigarettenlänge damit zu beschäftigen, bis ich deutlich die Müdigkeit der angestrengten Augen z uspüren bekam.

Aber im Großen und Ganzen war das mal wieder eine sehr schöne Nacht im heimischen Gartenobservatorium;)

Sonde entdeckt rätselhafte Gesteinsschollen

Posted in astronomie on Juli 7, 2010 by Marco Weser

(Quelle: Spiegel.de)

Der Mars gibt Astronomen viele Rätsel auf. Eines davon ist etwa die Tatsache, dass der Mars auf der Nordhalbkugel glatt und eben ist, während in der südlichen Hemisphäre unzählige Krater die Landschaft mit Narben durchsetzen.

Um dieses Rätsel zu lösen, fliegt die Esa-Raumsonde „Mars-Express“ um den Roten Planeten; inzwischen hat sie unseren Nachbarn schon rund 8300 Mal umkreist. Immer wieder funkt sie faszinierende Aufnahmen vom Mars – die neuesten Bilder stammen von einer der beeindruckendsten Gegenden auf dem Mars, der Vulkanregion Tharsis. Im Südwesten der Region befindet sich der etwa hundert Kilometer große Einschlagkrater Magelhaens. Er wurde nach dem portugiesischen Seefahrer und Entdecker Magellan benannt.

Der Einschlagkrater hat eine Ausdehnung von etwa 190 mal 112 Kilometer, das Gebiet umfasst damit eine gesamte Fläche von mehr als 21.200 Quadratkilometer, das ist in etwa so groß wie Slowenien. Dieses Gebiet hatte die Marssonde bereits im Februar letzten Jahres mit Hilfe der hochauflösenden Stereokamera HRSC genauer unter die Lupe genommen und daraufhin eine Menge Bilddaten zur Erde gefunkt.

Jetzt haben Forscher auf den Aufnahmen eine ungewöhnliche Entdeckung gemacht: Am Nordrand des Kraters befinden sich auffällige, unregelmäßig geformte und hell gefärbte Blöcke (siehe Fotostrecke), die ein wenig wie leuchtende Pusteln auf der Marsoberfläche aussehen. Die Forscher vermuten, dass es sich um bis zu zwei Kilometer große Gesteinsbruchstücke oder Gesteinsschollen handelt. Allerdings wissen sie noch nicht, welche Prozesse zu ihrer Entstehung geführt haben. Möglicherweise, so die Vermutung der Wissenschaftler, wurde das Gestein durch die Wucht eines Einschlags in unmittelbarer Nähe tief zerrüttet und brach auseinander.

Sie glänzen hell und sehen aus wie Pusteln: Forscher haben am Rande eines Mars-Kraters ungewöhnliche Oberflächenformationen entdeckt. Die bis zu zwei Kilometer großen Gesteinsschollen sind über ein weites Gebiet verstreut - doch noch rätseln die Forscher, wie sie entstanden sein könnten.

Es sei aber auch möglich, dass eine Subrosion zu diesen Gesteinsformationen beigetragen haben könnte. Als Subrosion beizeichnet man einen Prozess, bei dem Material aus dem Untergrund entfernt wird. Auf dem Mars trat Subrosion häufig in Verbindung mit aufsteigendem Magma auf: Das Magma erwärmte gefrorenes Grundwasser, das sich in Hohlräumen unter der Marsoberfläche befand. Das getaute Wasser floss daraufhin unterirdisch ab – und zwar ehe es an die Oberfläche trat. Dabei transportierte es Material ab. So entstanden Hohlräume, die durch die Auflast der darüber liegenden Gesteinsschichten einbrachen.

Schichten, die einmal zusammenhingen, zerbrachen dabei und bildeten so die Gesteinsblöcke, die „Mars Express“ im Februar 2009 entdeckt hatte. Die helle Oberfläche ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass Wind den aufliegenden Staub und Sand abgetragen hat und die blanke Gesteinsoberfläche zu sehen ist. Es könnten aber auch helle Minerale und Sedimente sein, die aus einem stehenden oder fließenden Gewässer abgelagert wurden.

Link zur Stern-Homepage mit Fotogalerie der Gesteinsschollen.

M42, der Orionnebel im 8″ Newton

Posted in astronomie with tags , , on Februar 27, 2010 by Marco Weser

Die Tage habe ich endlich mal eine schöne Lücke in der Wolkendecke entdeckt und mir zum ersten mal mit dem 200/1000 Celestron Newton den Orionnebel bei klarer Sicht ohne Siff am Himmel ansehen können.

Bisher kenne ich den Anblick nur durch ein 6″ und 3″ Teleskop. Im 6″ war es schon möglich, 4 Sterne im Zentrum des Nebels aufzulösen. Im 8″ stellte sich da gar kein Problem. Auch die Konturen des Nebels und ein leicht grünes Schimmern in der Färbung waren gut zu erkennen. Die einzelnen Filamente des Nebels waren bei indirektem Sehen etwa in Form einer Taube ohne Kopf erkennbar.

Ein kurzer Abstecher bei Sirius musste dann auch nochmal sein, der ist bei jeder Öffnung immer einen Blick wert!

Ich habe auch versucht, eine Skizze des Nebels anzufertigen und muss mal sehen, ob ich mir die Mühe mache, meine ersten Skizzierten Gehversuche hier zur Schau zu stellen;)

Jetzt bleibt nurnoch hoffen, dass das Wetter bald wieder mitspielt und man wieder öfter staunen kann!

Das neue Monster im Gartenobservatorium

Posted in astronomie with tags , on November 27, 2009 by Marco Weser

Heute Abend hab ich mir erstmalig die Zeit genommen, die neue Röhre auszuprobieren. Ich hab meinen Anfängerbestand mal etwas aufgestockt und mir ein Celestron 200/1000 Newton Teleskop ins Arsenal gestellt.

Heute war der erste Versuch angesagt und ich habe mich erstmal in aller Ruhe auf Jupiter und seine Monde eingeschossen. Leider war das Wetter etwas zu diesig und die im Minutentakt vorbeiziehenden Wolken haben die Sache schnell relativ witzlos erscheinen lassen. Zwischendurch gab es aber immer wieder helle Momente, die nur leider viel zu kurz waren, um das Gerät mal richtig auszutoben. Aber das, was man zwischendurch erahnen konnte, macht schonmal Lust auf mehr;)

Etwas später gings nochmal über den Mond und die Details sind doch um einiges reicher, als mit dem kleine Skylux 70/700, obwohl sich das kleine Kerlchen wirklich nicht verstecken muss.

Auch hier hab ich mich vom Seeing etwas verarscht gefühlt, dazu noch etwas Müdigkeit und der Rest meiner fürchterlichen Erkältung gewürzt mit den lustigen Medikamenten, die ich noch ein paar Tage nehmen muss, haben die ganze Sache jetzt doch sehr schnell enden lassen und ich gehe jetzt ins Bett.

Ich kenne da jemanden, der sich aber schon wie bekloppt aufs nächste Mal freut;)

Skizzen am Teleskop –> erster Versuch: Mond

Posted in astronomie with tags , , on Juli 6, 2009 by Marco Weser

Am 29.05.09 habe ich zum ersten Mal versucht, eine Skizze vom Mond azufertigen. Mit dem Ansporn, dass das ja so schwer nicht sein kann, hab ich mich also ins Gartenobservatorium Panama ans Teleskop gesetzt und losgelegt. Ziel: der Mond.

Dann kam das böse Erwachen: Es ist ja stockdunkel. Die Strichführung kann einem da schon echt Probleme machen und Details malen, wenn man nix sieht, macht auch nur bedingt Spaß.

Rotlich aufgebaut. Auch wenn besser für die Augen, trotzdem blendet es, bis man den richtigen Winkel gefunden hat, um sich nicht selbst im Schatten zu sitzen.

Dann konnte es endlich losgehen: Skizze Mond vom 29.05.09Kreis gemalt, Terminator eingezeichnet und dann der nächste Schock: wo soll ich denn jetzt da anfangen? Ich habe einfach mal auf gutdünken losgemalt und oft die Position meiner „Krater“ korrigiert. Als die markanten Oberflächenmerkmale soweit eingezeichnet waren, begann ich, ein wenig feinere Details in Angriff zu nehmen, war dann aber irgendwann echt zu kaputt, um das bis zum Ende durchzuführen. Resultat ist eine halbfertige Mondskizze und der frisch erworbene Respekt vor Leuten, die soetwas wirklich konsequent durchziehen können!

Sonnenflecken??? Da gibts was neues….

Posted in astronomie with tags , on Juli 6, 2009 by Marco Weser

Gestern (05.07.09) habe ich endlich eine kleine Gruppe von Sonnenflecken entdeckt. Da ich zu faul war, meine Kamera zu holen, beschloss ich, einfach mal eine Skizze zu malen.

Skizze Sonne 33x vom 05.07.09Das erste Bild zeigt in etwa den Anblick durch das Skylux 70/700 mit Baader Sonnenfilterfolie bei einer Vergrößerung von 33x.

Besonders angetan hat es mir der Fleck unten rechts. Hier sieht man deutlich einen hell abgegrenzten Hof, der sich in seichtem Grau um das Zentrum des Flecks legt.

Bei einer Vergrößerung von ca. 100x offenbarten sich dann noch ein paar Kleinigkeiten; bzw. man konnte die einzelnen kleinen Flecken leichter voneinander trennen. Nach längerer Beobachtung kamen sogar noch ein paar winzig kleine Flecken dazu, die erst nach ausreichender Beobachtung erkennbar wurden.

Skizze Sonne 100x vom 05.07.09